Jetzt gehts an Eingemachte

DDRBürger kennen eigentlich nur einen Speck. Den gesalzenen. Nicht, den gepökelten. Der spritzt beim Braten zu sehr. Eigentlich müssen wir den Speck nicht mehr räuchern. Heute macht man das mit einer Räucherbeize. Kalt und flüssig. Für unseren Bratspeck reicht das völlig.

https://de.wikipedia.org/wiki/Raucharoma

Trockensalzung mit Salz ohne Nitrat
Das sind zwei Nußschinken

Die Rippelen haben wir gleich so gekocht. Nicht geschmort.

Begraben im Weiher

„Wir ziehen die Trachten an für das Buffet“, antwortet Danka.

Toni erinnert sich an diverse Filme der Vergangenheit. Auf der Alm gibts keine Sünde und so weiter. Da sahen die Frauen ähnlich aus. Wahrscheinlich verkauft sich Fleisch am besten, wenn man es lebend anpreist.

Gut garniert, versteht sich. Als Edelfleisch über der Lunge.

„Sie sind jetzt zehn Frauen.“

„Ja. Wir werden immer mehr“, antwortet Danka.

„Sibyla fehlt.“

„Sibyla kommt uns höchstens kontrollieren.“

„Kommt Sibyla oft?“

„Da müssen sie Paul fragen.“

Toni fällt auf, wie Danka ihren Chef nennt.

„Ist denn der Juniorchef auch im Haus?“

„Welchen meinen Sie? Florian oder Klaus?“

Toni zeigt das Bild.

„Florian ist bei seinen Freunden im Sportzentrum.“

„Die Chefin? Ist die im Haus?“

„Im Büro. Wenn sie Glück haben.“

Toni verabschiedet sich von der Fleischausstellung. Die Frauen pfeifen ihm hinterher. Toni hört das. Jetzt ist er etwas stolzer. Eigentlich hätte er noch etwas bleiben können. Fragen hat er genug im Petto. Die Zeit drängt aber.

Im Büro hinter der Rezeption findet er die Chefin nicht. Aber Paul.

„Ich wollte mal mit der Chefin sprechen.“

„Die hat Florian und Klaus ins Sportzentrum gefahren. Kann ich deine Fragen beantworten?“

„Wir sind ziemlich weit mit unseren Ermittlungen. Näheres sage ich dir nicht. Ich wollte gern deine Söhne befragen. Es geht um die Gruppe unserer örtlichen Jugend.“

„Die wissen wohl Etwas?“

„Ganz sicher. Ich möchte sie nur wegen der Frauen und Mädchen befragen.“

„Wie gesagt. Sie sind im Sportzentrum.“

„Danke, Paul. Wir sehen uns.“

„Für die.“

Paul wirkte etwas trockener als bei Tonis erstem Besuch. Toni registriert das.

Das Sportzentrum liegt zwischen Rabland und Partschins. Es ist ein imponierender Bau. Sehr schön – mit einer recht guten Aussicht.

Toni staunt nicht schlecht beim Betreten der Restauration. Die Mama sitzt mit ihren Söhnen bei einer Pizza.

„Ist hier noch frei?“

„Aber natürlich“, antwortet Margarita. Sie hat sich zurecht gemacht, als wolle sie zum Tanz gehen.

Margarita ist eine schöne Frau. Sie lächelt Toni recht offen an. Auf Toni wirkt das etwas aufgesetzt. Er kann jetzt die zwei Söhne schlecht befragen. Margarita wirkt wie ein Schild. Toni fragt sich, warum die Söhne nicht bei ihrer Clique sind. Die anderen Jungs jedenfalls, scheinen Billard zu spielen. Sie stehen alle zusammen am Billard. Toni verabschiedet sich vorerst und geht zu der Gruppe. Seinen Fotos nach zu urteilen, sind alle Jungen der Familien dort versammelt. Nur Markus fehlt. Das wäre der Aufhänger, die Jungen zu befragen.

„Ich suche Markus.“

„Der ist heute nicht da. Er muss arbeiten.“

Die Jungs lachen.

Toni zeigt den Jungs die Bilder der Zimmermädchen. Alle nicken. Die Frauen sind ihnen Allen bekannt. Das ist eigentlich das, was Toni wissen wollte. Die Jungs jetzt in der Gruppe zu befragen, bringt nichts. Er macht mit Allen Termine aus. Auch mit den Mädchen der Gruppe.