Mitteilung 051122

Meine lieben Leser, ich habe jetzt Die Saisonpause zu meinem Laden hinzugefügt. Das Ebook mit Cover kostet im Angebot drei Euro. Auf Amazon und bei BoD ist es in gedruckter Form erhältlich. Beschreibungen zu den von mir veröffentlichten Büchern füge ich etwas später hinzu. Es folgen noch die Südtiroler Krimis: Vermisst im Martelltal, Leblos im Schnalser Stausee und Steinschlag im Suldnertal. Die Form eines Krimis habe ich in den Novellen als Handlungsbasis benutzt, weil ich damit besser auf unsere Südtiroler Landschaft, Bevölkerung und Lebensbedingungen eingehen kann. Ich versuche damit, etwas Spannung in die Erzählung zu bringen. In dem Sinne, dürfen Sie diese Krimis als leichte Unterhaltungsliteratur betrachten. Den neuesten Krimi, Begraben im Weiher von Rabland, widme ich dem Biotop unseres Ortes. Bei meinen täglichen Besuchen dort fällt mir der Baufortschritt auf. Ich muss sagen: Alle Achtung. Persönlich habe ich als Koch bei vielen solcher Bauprojekte gedient. Sowohl bei einem Pumpspeicherwerk in Markersdorf/Erzgebirge, bei Begrünungen und Renaturierungen in unseren Braunkohletagebauen und Stauseen als auch bei der Beseitigung von schweren Waldbrüchen im Erzgebirge und Vogtland. Damit traue ich mir schon etwas zu, den Baufortschritt optisch bewerten zu können. Neben diversen Begrünungen habe ich natürlich auch Erfahrungen als Koch-Bergmann in verschiedenen Tagebauen sammeln können. Selbst bei dem Pipelinebau – Drushba war ich drei Jahre dabei. Unsere Hauptaufgabe bestand in erster Linie darin, Neubaugebiete, die Umgebung samt Naherholungsräumen, zu gestalten. In der Zeit auf Montage war Essen kochen eher eine Art Nebenbeschäftigung. Ich wollte mich als Koch nie vor der eigentlichen Arbeit verdrücken und habe meine Kücheneinsätze so kurz wie möglich gestaltet. Unsere Genossenschaft war übrigens der größte Erdbeererzeuger der DDR. Liebe Grüße ins Martelltal.

Einheimische werden wissen, wo ich dieses Cover fotografiert habe. Es ist der Blick von Mölten ins Unterland. Bei einem anderen Cover habe ich den Stausee von Gles gewählt.

Begraben im Weiher

Sie kommt mit dem Telefon in der Hand.

„Veronika ist dran.“

Marco nimmt ab.

„Es gab Streit wegen sexueller Belästigung. Ema hat das auf der Gewerkschaft als Notiz hinterlassen“, sagt Marco.

„Dann ist das wahrscheinlich auch der Grund für die Wechsel?“

„Ganz sicher.“

„Warum hat die Gewerkschaft nichts unternommen?“

„Das lässt sich schlecht beweisen.“

„Wir müssen mit dem Arzt sprechen, der Ema behandelt hat.“

Veronika sagt Marco den Name des Arztes. Sie rufen gleich an dort.

Beim Arzt angekommen, erfahren die Zwei, weswegen Ema bei ihm war. Sie hat sich selbst in dem Arm geschnitten.

„Der Schnitt ist ihr etwas zu tief geraten.“

„Hat sie gesagt, warum sie unbedingt wechseln möchte?“

„Viel musste sie mir nicht sagen. Sie hatte sehr viele Schlagspuren und Hämatome.“

„Hast du davon Fotos. Sind die den Carabinieri gemeldet worden?“

„Ich habe Fotos. Den Carabinieri habe ich nichts gemeldet. Ema wollte das nicht.“

„Hat sie Aussagen zu den Tätern gemacht?“

„Ich glaube, Andeutungen mit bekommen zu haben. Sie sprach zuerst von der Arbeit, Stößen an Gegenständen und Möbeln, sowie von Stürzen.“

„Auch von Gästen?“

„Von Stammgästen.“

„Wir kommen sicher noch mehrmals zu dir. Alle Fragen sind uns noch nicht geläufig. Die ergeben sich erst mit dem Stand der Ermittlungen.“

„Gerne.“

„Wir wüssten gern, wo Ema und ihr Mann wohnen. Ema hat doch eine Bürgerkarte. Nur, die Adresse stimmt nicht.“

„Ich würde einfach zu der Wohnanschrift der Karte fahren und dort fragen.“

„Wir müssen noch ihrem Mann, Bescheid geben. Der weiß es sicher noch nicht.“

Die Zwei fahren zu der Anschrift des Paares. Auf der Klingel steht der Name. Sie läuten. Die Sprechanlage knarrt sie an. Ein Mann ist an der Gegenseite.

Die Zwei stellen sich vor und bitten um Einlass. Schon springt die Tür auf. Sie hören in der zweiten Etage die Wohnungstür. Ein Mann ruft sie zu sich herauf.

„Felix“, stellt er sich vor.

„Worum geht es?“

„Wir müssen ihnen etwas Schreckliches mitteilen. Ihre Frau wurde tot aufgefunden.“

Felix treten sofort die Tränen in die Augen. Er kann es kaum fassen. Sie gehen zusammen in die Wohnung. Die ist sparsam eingerichtet.

„Wir leben eigentlich nicht mehr zusammen. Ema hat immer in den Hotels übernachtet, in denen sie gearbeitet hat.“

„In welchem Hotel hat sie denn übernachtet?“

„Im Hotel Auge in Rabland.“

„Danke. Wir melden uns bei dir für weiteren Fragen.“

„Klären sie das bitte auf. Ema hat das nicht verdient.“

„Warum sind sie auseinander gegangen?“

„Das liegt an mir. Ich bin eifersüchtig. Ich wollte, Ema solle den Beruf an den Nagel hängen.“

„Warum?“

„Sie hat mir immer von Belästigungen erzählt. Trotzdem hat sie sehr gutes Geld verdient. Das haben wir für unsere Wohnung dringend gebraucht.“

„Kam sie immer regelmäßig zur gleichen Zeit nach Hause?“

„Eben nicht. Das war auch der Grund des Zerwürfnisses.“

„Warum hast du sie nicht auf Arbeit abgeholt?“

„Das frage ich mich auch jetzt im Nachhinein.“