Wir schauen wieder bei Karinka vorbei

Nach dem Putzen und dem Sekt mit den neuen Freunden, begeben sich Alle in ihre Zimmer. Eine Nachfeier im Zimmer möchte Karinka vermeiden. Obwohl sie ausschlafen könnte. Etela hat etwas gedrängt. Sie hat Karinka unterwegs mehrmals geküsst. Vor Freude, wie sie sagt.

„Hast du Jaroschs Hose gesehen?“

„Da steckt schon Etwas dahinter“, antwortet Karinka. Beide lachen lüstern.

„Aber Jarosch ist sehr schwierig. Er ist zu launig.“

„Auch nach dem Sex?“

„Gerade da.“

„Wie kommt das?“

„Er hat, glaub ich, eine Freundin verloren.“

„Das ist doch normal in dem Alter.“

„Aber die hat sein Geld mit genommen.“

„Das war schon mal keine Liebe. Hat er das nicht gemerkt?“

„So genau kenne ich mich da nicht aus. Er hat aber irgend etwas Herzloses an sich.“

„Du meinst, er hat keine warmen Gefühle?“

„Genau.“

„Für ihn ist der Sex also reine Mechanik.“

„Besser kann man es nicht sagen, meine Liebe.“

Etela küsst Karinka innig.

„Du hast Herz. Dich liebe ich.“

„Nach einem Tag?“

„Der erste Eindruck. Du weißt schon. Wie gefällt es dir bei uns hier?“

„Dem ersten Eindruck nach, recht gut. Hattest du auch mit Gita Sex?“

„Gita liebe ich heute noch.“

„So gut war sie?“

„Gita wollte keine wilden Orgien. Auch keinen wilden Sex.“

„Was hat Gita am meisten gefallen?“

„Gita wollte vom Orgasmus überrascht werden. Einfach so beim Spielen.“

„Das können wir heute mal probieren.“

„Du hast Recht. Wir schauen ein paar Filme. Der Rest ergibt sich von Allein.“

Vorwort

Liebe Leser, ich habe mein Vorwort zu meinen schriftlichen Ergüssen in Form von Novellen geändert. Die Anpassung an die neuen Schreibregeln in Zeiten, in denen die unsere Rentenkasse verschwinden lassen, ist mit sehr viel zusätzlicher Arbeit verbunden. Hier nun mein Rachevorwort:

Vorwort

Karinka ist ein Liebesroman. Er spielt wie alle Novellen von mir, in der Gastronomie. Alle Personen, Handlungen und Betriebe sind reine Erfindungen von mir.

Mit meinen Erzählungen, Kriminal- und Liebesgeschichten möchte ich Ihnen das Leben und die Verhältnisse von Saisonarbeitern in der Gastronomie der Alpenregion näher bringen.

Diese Arbeit wird sich nicht groß von der Tätigkeit anderer Saisonarbeiter unterscheiden. Ich rede auch von Erntehelfern. Einen groben Unterschied gibt es jedoch. Die Arbeitszeit. Erntehelfer können sehr schlecht in der Nacht ausgebeutet werden.

Hinweis

Beachten Sie bitte, mit der Freigabe der Deutschen Rechtschreibung durch die ehemals Sächsische Firma – Duden, nehme ich mir die Freiheit, meine Rechtschreibung dem Gefühl anzupassen. Wörter, die Sie sonst klein geschrieben vorfinden, schreibe ich der Betonung halber, mitunter groß. Ich beuge damit vorsätzlich das wirtschaftliche Diktat dieser Pseudoreformanten. Die Reform hat das Ziel, selbst unseren Hilfsschülern, langfristig einen kostenpflichtigen Studienplatz zu beschaffen. Das Ergebnis davon, sehen Sie in Ihrem Parlament.

Karinka

Die Ruhe während des Menüs ist beendet. Jetzt kommen die Durstigen. Auch Jene, die etwas Gesellschaft suchen nach dem Essen.

Karinka bedient sie zusammen mit Etela. Jarosch hat hinter der Bar alle Hände voll zu tun. Anders als in Restaurants, sitzen vor seiner Bar, nur Frauen. Die Kürze der Röcke und Kleider, lässt Einiges vermuten.

Etela wird manchmal etwas ungeduldig. Die Fragen der Frauen an Jarosch, behindern seine Aufmerksamkeit. Er hört nur die Hälfte der Bestellungen. Etela kennt das. Sie bedient sich und Karinka selbst. Damit öffnet sich auch die Tür für kleine Betrügereien. Sie rechnet nur die Hälfte ab.

Jarosch kennt das. Er verfolgt das mit flüchtigen Blicken. Schließlich darf das gewisse Grenzen nicht überschreiten. Gelegentlich nickt er ihr zu. Karinka hat das System schnell begriffen. Etela wird sozusagen, ihre Barfrau.

Neben den üblichen Griffen auf den schön geformten Hintern von Karinka, trifft auch gelegentlich ein Geld in ihrer Tasche ein. Meist in Papierform. Das Hartgeld erzeugt beim Gehen ein rhythmisches Geläut. Das klingt fast so rhythmisch wie die Glocken von einem Schlittengespann. So wird die Geschwindigkeit der Bedienung messbar. Und bei Karinka zeugt das von flotter Bedienung. Die Gäste lieben sie von Anfang an. Sympathisch, schnell und schön. Es hagelt Trinkgeld in allen Formen. Etela beobachtet sie mit einem Auge. Sie freut sich. Für Karinka. Ehrlich. Karinka spürt das an ihrem Blick.

Wenn Karinka sich über den Tisch beugt, nickt Jarosch, Etela zu. Er dreht seine Zunge über die Lippen. Etela lacht dazu. Sie zwinkert gelegentlich. Jarosch findet das schön. Manchmal greift er ihr auf den Hintern.

„Du hast heute die ganz Kleinen an“, flüstert er.

„Lass deine Hand weg. Sonst muss ich öfter wechseln gehen.“

Jarosch lacht etwas lauter. Komisch. Die Gäste lachen mit ihm mit.

An seinem Tresen zahlen die Frauen. Mit jedem Lachen trifft auch etwas mehr Trinkgeld ein. Die Frauen lieben sein Lachen. Vor allem, die etwas älteren.

Der Ansturm nach dem Menü lässt etwas nach. Jetzt sind Gäste im Stübele, die etwas länger sitzen bleiben.

Meist Pärchen. Karinka spürt gerade beim Bedienen, die meisten Paare sind unverheiratet. Oft wissen die Einen nicht, was die Anderen am liebsten trinken. Sie kann sich nicht vorstellen, so Etwas bei Verheirateten zu sehen. Ihr fehlen die Kenntnisse, wie sich das in den Ehen – Wohlhabender verhält.

Der Abend geht recht schnell vorüber. Die viele Arbeit lässt die Zeit schnell vergehen. Dabei fühlt sich Karinka keineswegs müde. Sie wirkt wie aufgezogen. Eifrig. Sie ist froh, endlich für mehr Geld arbeiten zu können.

Etela fängt schon an, die Bar von Jarosch zu reinigen. Sie poliert den Bierhahn wie Jarosch am frühen Abend. Jarosch lacht. Die Frauen am Tresen auch. Die Frauen scheinen allein stehend zu sein.

Karinka fragt Etela mit den Augen, wer die Frauen sind. Etela antwortet mit einem Blick in den Himmel. Karinka wollte das nur schwer verstehen. Sie dreht die Augen etwas hastiger von Links nach Rechts. Etela wiederholt den Blick nach Oben und zwinkert dabei. Jetzt begreift Karinka. Die leichte Garde. Wie kommen die in das Stübele? Nach einiger Überlegung, begreift Karinka das System. Das Stübele hat Öffnungszeiten als Bar. Die Frauen kommen von Draußen. Straßenkundschaft. Wie scheint, sind das ihre Kolleginnen aus anderen Hotels. Deswegen kennen die Jarosch so gut. Jarosch ist wahrscheinlich der Seelsorger der Frauen bei misslungenen Abenden.

Etela hilft jetzt Karinka an den Tischen.

Karinka

Heute wird es etwas erotischer.

„Und die Spanner?“

„So lange sie mich in Ruhe lassen, sind sie mir egal. Jeder Mensch verdient einen Orgasmus, wenn er es braucht.“

„Etwas Sonne kann ich schon auch gebrauchen.“

„In unseren Beruf sieht man selten die Sonne.“

Karinka geht unter die Dusche. Etela folgt ihr wie ein Magnet. Das Wasser ist schön warm. Karinka stöhnt.

„Das hat mir gefehlt heute.“

Etela bringt ihre Rosenseife mit. Die ist schön cremig. Sie fängt an, Karinkas Rücken zu waschen. Der Schaum verschwindet in den zwei Löchern von Karinkas saftigen Hüften. Langsam bahnt er sich den schmalen Weg zwischen den zwei knackigen Rundungen. Irgendwie scheint es die richtige Stelle zu finden. Von dieser Stelle tropft die Seife wild schäumend an der Oberschenkel Innenseite ab. Dort wartet schon Etelas Hand, um sie reibend zu empfangen.

„Das…., das ist aber nicht mein Rücken“, stöhnt Karinka zitternd.

„Nein. Das ist dein erster Orgasmus heute“, antwortet Etela etwas dominant. Sie küsst Karinka auf den entzückenden Hintern. Der Kuss wirkt auf Karinka viel wärmer als das Wasser.

„Willst du dort selbst waschen oder soll ich das übernehmen?“

„Du machst das gar nicht schlecht“, lacht ihr Karinka erleichtert entgegen.

Etela lässt sich nicht zwei Mal bitten. Sie lernt gerade Karinkas reizvollste Partien kennen. Karinkas Brustwarzen werden steinhart. Karinka bekommt rote Flecken auf dem Brustbein.

„Stoß uns nicht die Duschwand kaputt“, scherzt Etela.

„Ich hab Hunger.“

„Wir essen im Bett. Ich habe ein paar schöne Filmchen mit.“

„Hast du auch genug Batterien?“

„Darauf kannst du dich verlassen. Gita hat die im Großhandel gekauft.“

Die Zwei lachen.

„Soll ich dir den Hintern mit waschen?“

„Das ist mir etwas peinlich.“

„Ich habe dafür feine Hilfsmittel.“

„Die kenne ich. Ich hab die auch mit.“

Karinka stellt die Dusche ab. Sie rennt nackt und nass zu ihrer Tasche. Sie hat ein Birnenklysma und einen Duschvorsatz mit.

„Die nehme ich immer auf Reisen mit. Wegen der Küchenarbeit.“

„Dafür lasse ich dich allein.“

Karinka benutzt gleich das Duschklysma. Das reinigt gründlich und unkompliziert. Etela schaut nun doch zu.

„So ein ähnliches Teil hab‘ ich auch. Das gibt ja richtig Spaß heute.“

„Soll ich dich auch gleich waschen?“, fragt Karinka, Etela.

Leseprobe

Eine kleine schöne Leseprobe habe ich noch.

„Wir müssen los. Die Aufnahmen anschauen.“

Die Drei verabschieden sich das zweite Mal.

„Wenn wir noch Fragen haben, kommen wir wieder“, sagt Toni.

„Zusammen? Gerne!“

Sibyla tätschelt Monika auf den Hintern beim Gehen.

„Zu gerne“, flüstert sie noch.

Toni hat das schon gar nicht mehr gehört. Er steht bereits in der geöffneten Tür. Trotzdem fragt er Monika:

„Hat sie dich gerade eingeladen?“

„Nicht nur das. Sie hat mich direkt eingeladen.“

„Allein?“

„Ich bin noch am Überlegen.“

„Da möchte ich Kameramann sein.“

„Andreas sicher auch.“

Die Zwei lachen herzlich und laut. Monika küsst Toni intensiv.

„Das wird ein langer Videoabend.“

„Du wirst ein paar neue Techniken lernen.“

Nach dem Aufsteigen drückt Monika ihr Schambein extra fest an Tonis Becken.

„Mir wird plötzlich so warm am Kreuz. Durch die Kombi. Den Nierenschutz können wir uns sparen heute.“

„Du meinst, dir wird warm durch zwei Kombis.“

Toni lenkt gleich etwas ab. Er kann sonst nicht gut fahren.

„Wollen wir bei Markus und Christoph vorbei fahren?“

„Morgen. Wir fahren zusammen.“

„Aber vorher müssen wir zu Marco nach Bozen.“

„Wir fahren gegen Mittag. Marco wird uns zum Essen einladen.“

Monika geht zuerst duschen. Mit kaltem Wasser.

„Wenn das Wasser warm ist, komme ich zu dir.“

Toni setzt in der Zwischenzeit die Pfanne auf die Platte. Er hat noch zehn Eier. Es gibt Rührei. Dazu schneidet er zwei Brötchen in Stücke. Die gibt er zuerst in die Pfanne mit reichlich Butter. Das Brot riecht köstlich. Sogar Monika merkt das.

„Der arme Ritter kocht arme Ritter.“

Monika steht neben ihm. Sie drückt die Brust an seinen Arm.

„Au!“, ruft Toni.

„Du hast mich gestochen.“

„Du kannst ja zurück stechen.“

Das Ei schmeckt köstlich. Monika holt den Laptop aufs Bett.

„Das Kino beginnt.“

„Das sind ja Rohschnitte.“

„Um so besser“, antwortet Monika.

Die Zwei kommen bis zu Film vier mit dem Anschauen. Danach gewinnen die Filme und Monika.

Ausfahrt

Heute war es so weit; Neujahrsausfahrt mit dem Moto.

Ich habe mal kurz von der MEBO – Höhe Marling – in Richtung Dolomiten geknippst. Bei uns war es bewölkt und dort…Blau.

Weitere Fotos habe ich gemacht. Gefahren bin ich über Kaltern nach Auer und von dort zurück über Bozen. Ein doppelter Macchiato in der Moosbar. Und das war es. Benzin kostet so um die 1,85. Diesel ist um die 1,95 zu haben. Und das, trotzdem wir unser eigenes und fremdes Essen verdieseln.

Karinka

Die Familie

Karinka ist die Tochter von Fedor und Hana. Sie leben in Terchova. Das verträumte Städtchen im Norden der Slowakei bietet kaum Arbeit. Papa und Mama arbeiten bei Kia. Sie verdienen keine fünf Euro pro Stunde. Beide werden oft in Kurzarbeit versetzt. Des Alters wegen. Fedor arbeitet im Lager, Hana in der Betriebskantine an der Kasse.

Karinka möchte dieses Elend verlassen. Sie hat sich mit ihren Freundinnen unterhalten. Alle arbeiten in Österreich oder in Restaurants und Herbergen an den von Touristen befahrenen Straßen. Sie unterhalten sich oft über ihren Verdienst. Die Freundinnen, welche in Österreich arbeiten, reden das Blaue vom Himmel. Und das lockt Karinka an. Sie kann das Doppelte verdienen. Die Familie braucht das Geld.

Eine ihrer Freundinnen, Etela, arbeitet im Oberen Inntal. Sie hat Karinka eine Stelle im Hotel Lange Route vermittelt.

Die Schwester Karinkas, Edita, arbeitet in der Nähe von Wien. In einem bekannten amerikanischen Imbissbetrieb. Die zweite Schwester, Gizela, studiert noch. In Bratislawa. Sie möchte Zahnärztin werden. Das Studium verschlingt das gesamte Einkommen der Familie. Gizela geht nebenbei arbeiten.

„Eine muss es schaffen“, hat Papa Fedor gesagt. Er möchte das Häuschen der Familie behalten. Mit Europa kamen auch deren Gebühren für Wasser, Abwasser und Energie. Fedor holt sein Gas für die Familie noch in Flaschen. Ein Anschluss an das Netz wäre für die Familie unbezahlbar. Einen Teil ihres Abwassers lässt Fedor noch auf dem eigenen Grundstück versickern. Das Ende dieser Entsorgung droht. In der Gemeinde sitzen bayrische Berater. Die haben der Gemeinde, Klärgruben aus Bayern eingeredet. Selbst in Bayern werden die nur mit Zwang verkauft. Man verbietet den Bewohnern einfach, in eine Hecke auf ihrem Grundstück zu pinkeln.

Karinka hat sich entschlossen, mit einem Sammeltransport das obere Inntal zu besuchen. Sie möchte erfahren, was sie dort verdient. Das Angebot hat sie überzeugt. Sie verdient das Dreifache im Vergleich mit zu Hause.

In Etelas Personalzimmer kann sie übernachten. Etela hat ihr schon einen Platz gerichtet. Etelas Freundin, Gita, hat kürzlich hier geheiratet. Ihr Platz ist nun frei. Gita ist jetzt das, was sie zu Hause auch war. Bäuerin.