Heute – Mus

Nicht, wie gedacht, aus Südtirol. Nein. Aus einem Sächsischen Kochbuch von 1890. Das Kochbuch hat den jeweiligen Koch natürlich auf Arbeit begleitet und sieht entsprechend aus. Die Scans müssen gewaltig nachgearbeitet werden. Ich kann deshalb nicht täglich ein Rezept dieser Zeit reinlegen.

Die Emma Petzold war in Sachsen ein Begriff und recht berühmt. Beachten Sie bitte, die Emma spricht Frauen und Mädchen an. Das hat seinen Grund. Die Haushaltführung lag in den Händen der Frauen. Und genau dort wird gespart oder eben nicht. Ich möchte mich jetzt nicht über den Inhalt diverser Einkaufswagen auslassen. Das wäre ein Thema für sich.

Kommen wir zu zwei Musarten. Es gibt noch mehr.

Dann wünsche ich schon mal recht gutes Gelingen beim Nachkochen der Sächsischen Küche:-)

Speckknödel

In den Alpenregionen, vor allem auch in Südtirol, wird ein spezieller Knödel zubereitet. Der Speckknödel. Wie wir wissen, bezieht sich der Name Speck hier in Südtirol auf deren Markenbezeichnung. In anderen Ländern wird das Produkt Schinken oder Rohschinken genannt.

Wir reden demnach von einem Schinkenknödel. In der klassischen Herstellung wird für einen Speckknödel, wirklicher Speck benutzt. Speck ist entweder das reine Fett des Rückens vom Schwein oder sein Bauchfett. Der Bauch ist etwas durchwachsener. Je sportlicher ein Schwein ist, desto magerer ist deren Bauch. Ich rede jetzt nicht von den Tieren, die sich bisweilen in Amtsstuben, Firmenleitungen, Pseudoparlamenten, Gerichten oder Medienunternehmen aufhalten.

Generell würde ich für einen Speckknödel mit diesem Name, einen fetten Speck bevorzugen. Der Speck sollte wirklich nur gesalzen und geräuchert sein. Nicht gepökelt.

Wir geben den fetten Speck zusammen mit Zwiebel in den Kutter. Darin kuttern wir die zwei Zutaten bis zu unserer Wunschgröße. Die gekutterten Zutaten geben wir in einen heißen Topf. Wir dünsten oder braten die Zutaten bis zu unserer Wunschfarbe. Je knuspriger, desto besser. Den Topf nehmen wir von der Flamme. Wir löschen das Bratgut mit kalter Brühe ab. Es geht auch Trockenbrühe mit Wasser. Eventuell setzen wir gleich Kräuter unserer Wahl zu. Petersilie und Schnittlauch sind am geläufigsten. Sie können aber ohne Weiteres auch Bärlauch und andere stark würzende Kräuter benutzen. Es kommt etwas darauf an, wie und mit was Sie den Knödel verzehren möchten.

Haben Sie Trockenbrot zu Hause, Roggen oder Weizen, können Sie dieses Brot in Stücke kuttern oder brechen. Beim Kuttern entsteht gleich die richtige Mischung aus Stücken und Semmelmehl. Das Gleiche können Sie auch mit frischem Brot erzeugen. In dem Fall, benötigen Sie weniger Flüssigkeit.

Der Knödel wird mit Ei gebunden. Pro Kilo Knödelmasse, sollten Sie zwischen drei und fünf Eiern kalkulieren. Je mehr Ei, desto fester wird Ihr Knödel. Beachten Sie bitte, ein Ei hat das Volumen von rund fünf Zentilitern bzw. 50 Gramm. Vier Eier sind demnach, 200 Milliliter. Dass Köche rechnen müssen, ist wirklich eine Schande. Zur Not haben wir ja ein Telefon dafür.

Sie haben jetzt die Möglichkeit, zur Flüssigkeit hin zu arbeiten. Das heißt, Sie geben das Brot in die Flüssigkeit. Anders herum, können Sie mit der Flüssigkeit zum Brot hin arbeiten. Diese Variante scheint ökonomischer. Das Ergebnis muss eine formbare Masse werden. Die lassen wir etwas ruhen. Im Fall von fettem Speck, müssen Sie kein Fett mehr zusetzen. Bei magerem Speck ist das notwendig. Ihr Knödel wird also mit magerem Speck nicht „gesünder“. Nur, falls Sie Fett als ungesund anschauen. Fett ist nicht ungesund. Nur, zu viel Fressen schadet etwas. Vor allem, wenn Sie die falschen Dinge fressen. Ich rede von Fressen. Genuss schließt das Fressen aus.

Generell neige ich dazu, Knödel zu dämpfen. Wenn Sie eine Möglichkeit haben zu Hause, dann dämpfen Sie das „Zeug“.

Auf einer Induktion können Sie auch mit einem Topf und einem Teller/Metallsieb etc. darin dämpfen. Der Topf benötigt lediglich einen passenden Deckel. Es gibt hunderte Möglichkeiten. Sie müssen keine tausend Euro für eine nicht funktionierende Technik ausgeben.

Das Dämpfen benötigt in etwa 15 Minuten. Dann sind Ihre Knödel fertig. Reiben Sie sich einen guten, herzhaften Bergkäse dazu. Vermeiden Sie die überlabten Stangenkäse aus dem Reich. Das ist Gummi. Den brauchen Sie bestenfalls für ihre Kutsche.

BOD-Steinschlag im Suldnertal

BOD-Leblos im Schnalser Stausee

BOD-Vermisst im Martelltal

BOD-Joana

Hirschbraten

Auch arme Leute müssen nicht auf Wild verzichten. Zumindest so lange nicht, bis die Jagd frei gegeben wird oder mittels Wilderei erfolgt.

Die etwas edleren Teile des Tieres haben wir bei uns zu Schinken gemacht. Den Rest, eingefroren.

Heute kümmern wir uns um den Garverlust.

Geschmortes Fleisch hat den höchsten Garverlust. Geschmort sind alle Fleischgerichte, denen wir nach dem Braten oder Anbraten, Flüssigkeit zusetzen. Die Methode führt auch unweigerlich zur Verlängerung des Garvorganges. Das Fleisch wird am Ende etwas mürber. Der Nachteil ist, das Fleisch wird trockener. Die Kunst besteht jetzt darin, die Fasern beim Garen zu brechen. Dadurch nimmt das Fleisch etwas mehr Flüssigkeit auf. Das Klopfen verwandelt die, in Haushalten üblichen Fleischstücke, in Schnitzel. Der Braten wird praktisch in Schnitzelform serviert.

Eine andere Schmormethode ist das Niedertemperaturgaren. Dafür muss das Fleisch nicht geklopft werden. Die lange Behandlung mit 60- 70° bricht die Fasern. Heute ist das aus energetischen Gründen eher zweitrangig. Es sei denn, die Küche befindet sich in einer Einraumwohnung.

Der Braten ohne zusätzliche Flüssigkeitszugabe ist ein klassischer Braten. Zumindest in der Ausbildung von Köchen. Er wird so in bedeutend kürzerer Zeit gar. Dafür wird die Jus extra gezogen. Wie wir uns die Jus als Paste oder trocken herstellen, habe ich bereits beschrieben. Diesen Jus gießen wir nach der Vollendung unseres Bratens, in den Bratensaft. Danach erfolgt die Würzung, Bindung usw..

Der Braten benötigt als Stück pro Kilo, etwa 15 Minuten für rosa. Das bringt den geringsten Garverlust. Für saftig und durch, benötigen wir rund 20 Minuten. Das erhöht den Saftanteil erheblich und führt natürlich zu mehr Garverlust.

Wir grillen unseren Hirschbraten 15 Minuten und decken ihn geschlossen ab. Im Topf garen wir Kartoffelstücke und Gemüse im Wildjus. Den haben wir aus den Abschnitten des Hirsches hergestellt und mit dem Schinken zusammen, getrocknet. Die Menge reicht für zwei Jahre.

Übrigens: Für nicht Wildesser

Frisches Wild schmeckt nicht nach Wild. Gleiches gilt auch für Lamm. Unsere Schinken hingegen, entwickeln einen vorzüglichen Wildgeschmack. den kann man entweder Natur lassen, wie wir oder mit Gewürzen verfeinern. Ich empfehle Piment, Lorbeer und Pfeffer in Pulverform. Die Gewürze werden zusammen mit dem Salz eingerieben. Sie können das Salz auch mit den Gewürzen zusammen Kuttern. Liebhaber geben gern noch etwas Wacholder und Rosmarin dazu. Aber Vorsicht. Wacholder ist ungemein geschmacksintensiv. Die Lösung steht eigentlich im Wald. Nehmen Sie statt den Beeren, das Grüne vom Wacholder. Pulverisiert, ergibt das eine milde Würzung.

Wer dennoch glaubt, einen leichten Wildgeschmack wahrzunehmen, ist gut beraten, das Wild zusammen mit Sellerie und reichlich Karotten zu garen. Etwas Senf schadet nicht. Und so bekommen Sie geschmacklich einen Rinderbraten. Sie müssen nur auf die Gewürze verzichten, die den Wildgeschmack unterstützen. Das wären Säure in jeder Form, Piment und Lorbeer.

Den rosa Braten können Sie nach der Fertigstellung auch schmoren. Dazu geben Sie den Braten in sehr dünnen Scheiben in die Sauce. Die Scheiben sollten so dünn sein, wie sie gern von Italienern als Rosabraten verzehrt werden. 1-2 Millimeter. Diese Scheiben müssen nicht mehr kochen. Die brauchen Sie nur garziehen lassen.

Und genau so, essen wir Hirschbraten geschmort.

Dann wünsche ich gutes Gelingen.

Anschnitt

Wir haben heute den Hirschschinken angeschnitten. Perfekt.

Gewürzt habe ich den gar nicht. Nur gesalzen. Getrocknet haben wir den im Winter. Da ist die Luft besonders trocken. In diesem Jahr zwar nicht so, wie in anderen Jahren. Aber, es reicht.

Das ist übrigens ein Nußschinken. Entschuldigen Sie bitte, dass ich das nicht mit drei „S“ schreibe. Uns reicht eigentlich die „SS“. Oder?

Hackfleischbällchen in Letscho und Reis

Geben Sie grob geteilte Zwiebel und etwas Knoblauch in Ihren Minikutter vom Mixstab. Dazu Öl. Sie können gleich Salz, Pfeffer und etwas Zucker zusetzen. Kuttern Sie das Ganze bis es Ihrer Wunschgröße entspricht.

Den Inhalt gießen Sie in einen Topf und braten das an. Darauf geben Sie entweder eingelegte Peperoni, frische Peperoni in recht kleinen Stücken. Jetzt fügen Sie frische oder Tomatenkonserven dazu. Es darf Polpa sein oder Pelati, die Sie etwas zerkleinern müssen.

Ihr Fleisch geben Sie entweder durch den Fleischwolf oder in den Kutter. Es muss ziemlich kalt und passend geteilt sein. Für den Fleischwolf wählen Sie die mittlere Lochgröße (4mm). Im Kutter kuttern Sie bitte so lange, bis Sie etwa diese Größe erreicht haben. Im Kutter bildet sich auch gleich die entsprechende Bindung. Die können Sie mit Semmelmehl etwas lockern.

Beide Massen schmecken Sie nochmals ab, indem Sie die anständig durchkneten. Das Kneten dient der Erzeugung einer homogenen Bindung. Das Kneten können Sie auch maschinell praktizieren. Sie nehmen dafür den Teigkneter oder bei Kuttern, die Plastikmixer. Beim Kneten wählt man kein zu hohes Tempo. Das führt zu Flocken. Die Flocken werden nur in der Maschine gerollt, ohne gemischt zu werden.

Nachdem das Fleisch abgeschmeckt und gebunden ist, nehmen Sie es in die Hand. In der Hand stecken Sie die Nocken in Ihrer Wunschgröße ab. Je kleiner, desto kürzer müssen Sie kochen. Das muss kurz aufkochen. In diesem Augenblick können Sie Reis dazu geben. Nehmen Sie nicht zu viel. Mit dem Reis muss das Letscho aufkochen. Die Nocken geben Sie auf das Letscho. Danach stellen Sie die Flamme der Induktion auf Stufe eins. Decken Sie den Topf bündig ab. Warten Sie etwa zehn Minuten. Jetzt können Sie die Fleischbällchen samt Letscho und Reis umrühren. Lassen Sie das Ganze noch mal fünf Minuten ziehen. Fertig.

Wohl bekomms.

Der Saisonkoch

BOD-Die Sommersaison-Frühjahr

BOD-Die Saisonpause

BOD-Steinschlag im Suldnertal

Kalbsröllchen

Meine liebe Schwägerin und ihr Mann, haben mir vor Jahren ein neu aufgelegtes Kochbuch aus 1844 geschenkt. „Der Dresdner Koch“ von Johann Friedrich Baumann. Hier geht es um eine Kalbsnuss. Die werden Sie heute nie mehr bekommen. Damit besteht ein leichter Unterschied zu dem „Banananmärchen“ a la DDR. Beziehungen werden Ihnen wenig nutzen. Auch die müssen bezahlt werden. Und zwar mit einem Trinkgeldaufschlag.

Wenn Sie des Lesens Ihrer Ursprache mächtig sind, stellen Sie fest: Herr Baumann hat die Rezepte so geschrieben wie ich. Ohne jede Grammangabe usw..

Herr Baumann zeigt Ihnen aber in dem Rezept, wie Sie das ohne Gas und Strom herstellen. „Kohlen unten und oben“. Das heißt, Sie können Ihr Kasserol auch in ein Lagerfeuer oder Grillkohle stellen.

Falls Sie selbst nicht abspülen, werden Sie die fauchenden Laute Ihrer „Alten“ hören. Geben Sie ihr eine Extraportion des Millionärsfleisches. Die interessieren sich nicht für Energieeinsparung. Das werden Sie in deren Garage sehen.

Sie werden sich jetzt fragen, warum ich Ihnen ein Rezept von 1844 einlege. Ganz einfach. Mit dem Jahreswechsel haben wir 1845 erreicht. Dazu wünsche ich Ihnen natürlich das entsprechende Glück und keinen Einberufungsbefehl für die Ostfront. Denken Sie daran, dort wartet der General Kutusow.

Vitello tonnato für arme Leute

Vitello tonnato ist eigentlich eine Kaltspeise. In den kalten Wohnzimmern von Heute, werden wir das als warmes Gericht verzehren.

Die aktuellen Preise für Kalb, inklusive Kriegssteuer und schamlosen Wucher gegenüber der eigenen Bevölkerung, liegen so bei 20-60 Euro/kg unpariert.

Gestreckt mit Pökelsalzlake, dürfen Sie in etwa bei Schnitzeln oder „Rouladen“ mit 20 – 30 Euro rechnen. Ich schätze, die Rouladen sind dann schon gefüllt.

Bei pariertem Kalbfleisch landen Sie dann bei unglaublichen 90 Euro. Alles für Ihren Metzger. Selbst Kalbsleber werden Sie kaum unter 30 Euro bekommen. Im Italienischen sind das etwa 300% Aufschlag.

Also, warten Sie am besten, bis es Ihr Metzger eingraben oder in die Tierkörperverwertung schicken kann.

So gut schmeckt Kalb nun auch nicht. Und gesund, naja, das lassen wir mal für einen anderen Beitrag.

Nach der Bearbeitung ist Kalbfleisch in etwa so gesund wie Aspirin oder Ibuprophen. Für manche unentbehrlich.

In Folge dessen, wird Kalbfleisch etwa so gehandelt wie diverse Gewürze. Grammweise.

Gelegentlich können wir uns aber auch vorstellen, wir würden Kalbfleisch essen. Und das ist auch der Tipp für unsere sparsame Küche heute.

Wie Sie wissen, werden unsere Tortellini mit allem gefüllt. Auch angeblich mit Fleisch. Und weil an der Füllung der Fleischer bestenfalls mit Fleisch vorbei gegangen ist, werden wir den Mangel an Eigengeschmack, dem Kalbfleisch zuordnen.

Das Unglaublichste liefert uns aber unser Fischereigewerbe. Die haben keine Öl-und Gaskrise. Energie scheint bei Denen preiswerter als teurer zu werden. Die Fischdosen kosten weniger als vorher. Zauberhand – Europa. Wahrscheinlich liegt das am Diebstahl von Fisch in fremden Gewässern. Früher nannte man das Piraterie. Heute nennt sich das EU-Wirtschaft.

Wie meistens, wird Tonno, also Thunfisch, selten im Salzwasser konserviert. Dafür aber gestützt von den Kriminellen der EU, mit Öl. Das klingt zwar jetzt etwas verworren, ist aber so. Ihr Öl wird im Laden unbezahlbar. In den Konserven hingegen, wird es gestützt. Schildbürger ist dafür ein niedlicher Begriff. Kriminell passt besser. Und wenn die Ihnen das ölige Gesöff noch in den Tank gießen (E 5-7), dann reden wir nicht mehr nur von Kriminellen. Dann sind es schon Verbrecher gegen die Menschheit. Das ist übrigens Denen ihr Gewohnheitssport.

Wir werden in einem Topf die Tortellini kochen. Nehmen Sie bitte nicht die zehnfache Menge Wasser. Das war einmal.

Im Kutter stellen wir uns in der Zwischenzeit, die Thunfischsauce her. Wir kuttern eine Dose Tonno samt Öl, etwas Zwiebel, Salz, Pfeffer, Prise Zucker, ein winziges Schlückchen Brandy oder Weißwein. Zur Würze können, aber müssen wir nicht, eventuell ein zwei Filet vom Anchovis zu geben. Natürlich nur, wenn ein Döschen offen ist. Kapern, gemahlener Lorbeer und/oder etwas Knoblauch, schaden nicht. Es darf auch etwas Senf (minimal) und etwas Tomatenpaste sein.

Sind die Tortellini fertig, gießen Sie die bitte zügig mit einem Topfdeckel ab. Es darf Restfeuchte drin bleiben.

Und jetzt rühren wir zügig unsere Tonnosauce unter.

Jetzt haben Sie Vitello tonnato mit Brot. Was wollen wir mehr?

Ich möchte hier noch Etwas anfügen: In der DDR kostete Kalbfleisch ohne Knochen 12,50 M. Kalbfleisch mussten wir etwas vorbestellen und das gab es nicht immer. Lungenkranke Mitbürger hatten auf Kalbfleisch ein Vorrecht (Bergleute z.b.). Heute ist Kalbfleisch auch für Kranke tabu. Mir scheint, den Lachern von Früher bleibt die Spucke weg.

Wenn Sie mit Fleisch umgehen können, einen Bauern in Ihrer Nähe kennen und bei dem schon immer gekauft haben, dürfen Sie das Kilo für unter zehn Euro ohne 50% Salzwasser kaufen. Das ist mit Knochenanteil. Der liegt bei einem Kalb bei rund 30%.

Wildsuppe mit Ditalini

Wir nehmen das Wildfleisch und lassen das durch die grobe Scheibe des Fleischwolfes. Achten Sie bitte auf die Festigkeit der Überwurfmutter am Fleischwolf. Je fester die angezogen ist, desto besser arbeitet Ihr Wolf. Sonst bekommen Sie leicht Probleme mit den sieben Häuten des Wildes.

Das Fleisch geben Sie in eine Schüssel und würzen das. Ich nehme alle Gewürze als Pulver. Wir wollen Wild essen und nicht auf irgendwelchen Körnern und Blättern herumkauen. Lorbeer, Piment, Pfeffer, Salz, etwas Zucker, Tomatenpaste, etwas Senf, Öl, Speckfett. Je nach Geschmack, können Sie auch pürierte Trockenfrüchte dazu geben. Natürlich haben Sie die zu Hause als Brotaufstrich. Etwas Sofritto können Sie mit dem Fleischwolf herstellen. Nehmen Sie das als Letztes. Das vereinfacht die Reinigung des Wolfes. Der Wolf wird unmittelbar nach Gebrauch gereinigt. Lauwarm – abspülen. Edelstahlmesser und Scheiben können Sie etwas heißer abspülen. Als Fleischwolfmesser sind die nicht so gut geeignet. Die schärfen sich nicht untereinander.

Die Gewürze samt Zutaten werden anständig mit dem Fleisch verknetet. Es muss eine bündige Masse ergeben.

Wir rösten das im Grill an und gießen das Ergebnis im Topf mit etwas Wasser an. Nachdem das aufgekocht hat, geben wir die Ditalini dazu. Die Ditali/Ditalini sind Makkaroni/Penne in Kurzform.

Lassen Sie den Eintopf nach dem Aufkochen, zugedeckt, etwa zehn Minuten auf Stufe eins/zwei Ihrer Induktionskochplatte garen. Ihr Essen ist fertig.

Natürlich können Sie Pilze und andere Zutaten dazu geben. Am besten, Sie bringen alle Zutaten auf die Größe der Körnung des Fleischwolfes. Damit möchte ich sagen, Sie können Alles durch diese Technik schicken. Natürlich können Sie die Suppe mit Rotwein oder dem Alkohol ihrer Wahl (Porto, Marsala oder Vino Santo aus dem Trentino) verfeinern. Den bekommen sie etwas oberhalb von Sarche zu kaufen. In der Bar Miravalle.

Gerstsuppe

Aber, die Mecklenburgische Variante. Sie Sächsische ist noch etwas anders. Ohne diesen Buttermilch – und Trockenfrüchtekram. In Sachsen oder der DDR, hat man eher ein Stück Fleisch bevorzugt; wenn man es sich vor der DDR – Ära leisten konnte wie in dem Rezept aus den zwanziger Jahren. Ist man etwas knapp bei Kasse, helfen Fleischklößchen. DDR Bürger mussten das selten tun.

Und wissen Sie, was das Faszinierendste war? Wir mussten kein Fleisch importieren. Wir haben es verkauft…in den langsam verhungernden Westen:-)) Sonst hätten diese Großmäuler nicht mal die Kraft gehabt, uns zu verleumden.

Als Kartoffel, half uns die liebe Andretta. Eine DDR – Züchtung.

Das gebe ich Ihnen zur Kenntnis und zum Vergleich dazu, was wir uns leider Heute in den Topf schmeißen müssen.

Sollte Ihr Fleisch heute etwas zu fest sein, weil das Schweinsfilet bereits die 30-Euro-Grenze überschreitet, versuchen Sie es mit Fleischbällchen aus bedeutend preiswerterem Fleisch. Wie Sie in meinen Rezepten lesen können, bestehen Fleischbällchen, wenn man sie zu Hause herstellt, aus rund 40-50% Wasser und Bäcker.

In der DDR sagte man dazu: 2:1 für den Bäcker. Zu große Gersten, wie wir sie in Südtirol verzehren, wurden im Volksmund – Kälberzähne genannt. Wir haben in die Suppe beim Verzehr übrigens eine Unmenge Bino reingerührt. Sie kennen das vielleicht als Maggi.

Übrigens: Im Russischen nennt sich die Suppe/Speise – Kascha. Das sage ich Ihnen, damit Sie die Rote Armee entsprechend empfangen können.

Gekochter Schinken

Bei gekochtem Schinken kaufen Sie in aller Regel einen Liter Salzwasser gemischt mit etwas Fleisch.

Ich zeige Ihnen heute, wie Sie Ihr Fleisch zu etwas mehr Schinken verarbeiten.

Je nach dem, wie Sie das Produkt später weiter verarbeiten wollen, wählen Sie die Größe des Fleischstückes. Am einfachsten haben Sie es, wenn Sie die Schinken für Saucen oder Pasta verwenden möchten. Für Schinken benötigen Sie kaum Bearbeitungszeit.

Schinken werden heute, der Farbe halber, mit Nitrat gelaugt. Das muss nicht sein. Sie erhalten auch so die erforderliche Farbe. Im Trockensalzverfahren ohne Nitrat.

Schneiden Sie einfach Schnitzel von Ihrem Fleisch. Ich rede von Fleisch vom Bauern, das nicht bereits gepökelt/gepoltert wurde. Das wird immer von sich aus rosa; also Schinken. Bei diesem Fleisch ist die Zubereitung in Minutenschnelle geschafft. Die industrielle Vorbereitung erspart Ihnen lange Wartezeiten.

Nehmen Sie Ihr Fleisch und schneiden Sie Stücke oder Scheiben. Das wälzen Sie in Salz. Nehmen Sie feines Salz, können Sie Schinkenscheiben erzeugen. Nehmen Sie grobes -, können Sie das Fleisch auch gleich mürben. Sie klopfen das gesalzene Fleisch wie Schnitzel. Sie werden bemerken, bei grobem Salz mürbt Ihr Fleisch dabei. Es scheint sich aufzulösen.

Das Fleisch stellen Sie übereinander geschichtet in den Kühlschrank oder kühl. Am kommenden Tag setzen Sie einen Topf mit nicht zu viel Wasser an. Sobald das Wasser die 80° – Bläschen zeigt, geben Sie das Fleisch da rein. Sie können mit einem Thermometer die Temperatur kontrollieren. Sie sollten 70° nicht groß überschreiten. Die Prozedur benötigt in etwa zehn Minuten. Jetzt können Sie das Fleisch mit dem Wasser kalt stellen. Sie können es auch entnehmen und sofort verarbeiten. Bei der sofortigen Verarbeitung, spülen Sie es einfach etwas ab.

Die gleiche Prozedur können Sie auch mit Hackfleisch vollziehen. Ebenso mit allen Fleischsorten, die Ihnen lieb sind.