Das Zimmermädchen Lena berichtet mir von dieser Saison

Diese Saison übertrifft alle bisherigen Saisons in allen Belangen. Die Saison geht überdurchschnittlich lange.

In dieser Saison sind mit deutlichem Abstand, die größten Virenschleudern und Dreckschw… unterwegs.

Selbst zu dieser Jahreszeit ist pausenlos Stau auf unseren Zubringerstraßen.

Lena dient in zwei Betrieben. Sie muss ihre Familie ernähren. In einem Hotel und in Fereinwohnungen. Die Gäste können dort für sich kochen, um die Kosten für Restaurantbesuche zu sparen. Fragen Sie nicht, von welchem Geschirr die Leute essen. Sie würden kotzen. Die Töpfe sind alle verbrannt. Ich glaube, bei diesen „Köchinnen“ müssen wir neben jeder Ferienwohnung eine Feuerwehrstation errichten. Wachsen deren Kinder nur mit verbrannten Fraß auf? Kein Wunder, dass sie Pommes Rot-Weiß als Delikatesse empfinden. Lena hat sich nicht getraut, die geschmacklichen Qualitäten der Reste des Fraßes zu probieren. Sie hat sich geekelt. Bei diesem Fraß würden selbst Straßenköder mit dem Kopf schütteln.

Neben den restlos verkeimten Bädern stechen noch die vollgepinkelten Matratzen hervor. Lena lernt, die Kinder, die so pinkeln, sind meist in kaputten Elterhäusern, bei restlos überforderten Müttern zu finden.

„Die bekommen Kinder, um den Mann zu versklaven.“

Neben dem neuen Einbetten, müssen natürlich jetzt die verpissten Matratzen zur Reinigung gebracht und ausgetauscht werden. Haben Sie schon so eine Matratze durch Ihr Haus geschleppt?

In den verkeimten Bädern stehen ganze Angebote vom Drogeriemarkt auf den freien Flächen. Lena fragt sich, ob die sich das tatsächlich Alles in die Frissage schmieren.

„Waschen wäre doch besser“, sagt sie zu mir.

„Bei denen scheint Wasser knapp zu sein“, antworte ich.

„Was soll ich da sagen?“

Lena kommt aus einem Trockengebiet der Slowakei. Dort wird noch aus dem Brunnen gelebt. Sie wird sich gerade vorstellen, wie viel sie Wasser benötigt, um sich die ganze Schmiere abzuwaschen. Das scheinen die aktuellen Benutzerinnen nicht zu tun. Deren Schmiere ist in der Bettwäsche zu finden. Die haben wahrscheinlich nicht einmal Waschlappen. In der Wäsche liegt jedenfalls keiner. Der Waschlappen möchte auch täglich gewaschen werden. Sicher nicht in den Kreisen. Wenn man täglich die Nase mit allen möglichen Kunstdüften terrorisiert, bleibt eben keine Möglichkeit, natürliche Gerüche zu qualifizieren. Man verreckt lieber daran.

Verreist wird wie üblich – krank. Das gesamte Haus, die Chefität, das Personal und die anderen Gäste, werden schamlos angesteckt. Sogar mit Corona.

Prüft die zu Hause keiner? Haben die keine Tests?

Trinkgeld gibt es keines mehr. Zumindest nicht zu Ferienzeiten. Lena braucht das aber. Der Lohn allein, reicht kaum. Zum Glück kann sie wenigstens auf Arbeit essen. Lenas Mann ist Frächter bei einem privaten Postdienst. Er verdient sehr wenig. Sein Verdienst reicht nicht mal für die Miete. Dafür ist er aber den ganzen Tag unterwegs.