Begraben im Weiher

„Aber natürlich. Es war Simon, der Sohn von Patrick.“

„Sonst niemand?“

„Markus von der Schleuse war auch weg mit Iva.“

„Das hilft mir schon weiter. Danke.“

„Sag Monika einen schönen Gruß von mir.“

„Willst du bis zur Boxerhütte laufen?“

„Ich habe Zeit.“

„Monika kann dich fahren.“

„Das wäre mir Recht.“

Toni verschiebt den Besuch vom Wanderhut auf morgen. Er hat heute zu viel erfahren. Monika muss das Alles notieren.

Gabriel geht mit zur Hütte von Toni. Monika wollte Toni überraschen. Sie wartet schon leicht bekleidet im gut geheizten Wohnraum. Beim Betreten der Hütte rollt Gabriel mit den Augen. In seiner Hosentasche scheint sich Etwas zu ändern.

„Kannst du Gabriel nach Hause fahren?“

„Mach du das mal“, antwortet Monika.

Toni legt inzwischen die Gikker ab. Monika riecht bereits, was sich in den Tüten befindet.

„Kannst du das auch fahren?“, fragt Toni Gabriel.

„Aber natürlich. Wir haben auch so eins.“

Toni geht kurz mit vor die Tür. Gabriel verabschiedet sich ganz brav.

„Ich bring dir das morgen zurück.“

Toni kommt gerade der Gedanke, er könnte das Gefährt auch als Leihfahrzeug einsetzen. Das bespricht er auch gleich mit Monika. Monika scheint in einem anderen Zustand zu sein. Sie hört kaum noch zu beim Verspeisen des Brathähnchens. Toni entschließt sich, erst Mal zum Duschen zu gehen.

Bei dem gemeinsamen Abendbrot reden die Zwei über ihre Erkenntnisse. Monika nimmt die Fakten gleich mit dem Telefon auf. Morgen will sie das in ihre Dokumentensammlung eintragen.

Nach dem Duschen ist erst mal das Essen dran und dann das gemeinsame Schäferstündchen.

„Du scheinst seit den Videos etwas schärfer geworden zu sein“, sagt Toni.

„Und sonst fällt dir Nichts auf?“

„Oh doch. Du bist auch etwas vielseitiger geworden.“

„Ja. Das machen deine Hähnchenschenkel.“

„Den…Eindruck….habe ich …auch“, stottert Toni.

Am Morgen analysieren sie alle Anrufe und Meldungen. Marco hat gesagt, die Familien sind raus aus dem Verdacht. Sie sind rechtschaffene Leute, die ihre legalen Möglichkeiten nutzen. Toni überrascht das nicht. Sein Verdacht konzentriert sich in eine andere Richtung. Er muss es nur beweisen.

„Herbert war noch einmal da.“

„Hat er mit dir Videos angeschaut?“

„Beinahe. Ich war schon wieder recht vertieft in dem Studium.“

„Ihm sind noch Personen aufgefallen, die an dem Abend unterwegs waren.“

„Sind zufällig die dabei, die in meiner Liste ganz Oben stehen?“

„Aber genau die.“

„Auch der Wanderhut?“

„Da willst du ja heute hin, denke ich.“

Die Erkenntnisse setzen Toni in eine recht starke Position. Er kann Rainer und Zuzia jetzt etwas unter Druck setzen. Zuzia ist gesehen worden von Herbert. Und wenn Herbert sie gesehen hat, war Rainer sicher nicht weit entfernt.

„Wieso heißt die Tochter von Christoph in der Schleuse, Gabriela?“

„Da müsstest du mal die Mutter fragen.“

„Die ist nie da.“

„Versuche es abends.“

„Aber nur mit dir.“

„Ist das eine Einladung?“

„Gabriel hat mir auch von Jacob erzählt.“

„Meinst du den Sohn von Rainer?“

„Ja.“

„Der ist nie hier. Er studiert in Wien.“

„Da hat er sich wohl von hier verabschiedet?“

„Das kannst du Rainer gleich fragen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert