Begraben im Weiher

Donato hat inzwischen die Namen der Kinder an Monika geschickt. Toni sieht auf seinem Handy die Nachricht. Genproben und Fingerabdrücke sind von Allen dabei. Als Nächstes wird Toni ins Hotel Gutmut gehen.

An der Rezeption wird er von Patrick empfangen. Die Chefin, Laura, arbeitet gerade in der Bar. Bei ihr ist ein Zimmermädchen. Laura zeigt ihr die Stellen, an denen geputzt werden soll. Das Zimmermädchen wirkt etwas widerwillig. Laura faucht entsprechend. Sie bemerkt Toni erst, als er auf einem Barhocker – Platz nimmt. Sofort wird Toni von einem aufgesetzten Lächeln empfangen. Das Zimmermädchen nutzt die Chance, sich aufzurichten. Sie geht ein paar Tischdecken holen. Die liegen bereits auf dem Servicewagen neben der Bar. Laura schaut halb abwesend, streng in diese Richtung.

„Das ist Jitka, mein Zimmermädchen“, sagt sie.

Toni stößt sich etwas an der Bezeichnung „mein“. Jitka ist nach diesen Worten ihr Eigentum. Jitka scheint das nicht zu stören. Sie spricht nur kläglich Deutsch. Toni hat den Eindruck, einen ungarischen Dialekt heraus zu hören. Jitka hat der Chefin ein paar kesse Worte geantwortet. Der Fluch war auf Ungarisch. Den hat Laura zum Glück nicht verstanden. Toni versteht ihn. Bei seinem letzten Fall, Leblos im Schnalser Stausee, hatte er reichlich Möglichkeiten, Ungarisch etwas zu begreifen.

„Ich würde gern mit Brigitte und den Zimmermädchen reden. Das Zimmer muss ruhig sein.“

„Wir haben ein freies Zimmer. Dort kannst du die Frauen befragen. Ich rufe an.“

„Ich muss auch mit Peter, Simon und Paola reden.“

„Ich schaue mal, ob die Kinder da sind.“

„Peter habe ich schon gesehen.“

„Gut. Den schicke ich mit in das Zimmer.“

Das Zimmer ist zur Straßenseite. Wahrscheinlich sind diese Zimmer seltener gefragt. Toni hat aber nicht den Eindruck eines lauten Zimmers. Er findet es nur etwas staubig.

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