Begraben im Weiher

„Wo sind die Frauen jetzt. Hier oder schon wieder zu Hause?“

„Einige sind hier. Ich gebe dir heute Abend ihre Adressen.“

„Die Hoteliers wollen aber kein Aufsehen.“

„Das kann ich gut verstehen.“

„Wann kommt das Filmteam wieder zu uns?“

„Du hast eine Hälfte von ihnen eingesperrt. Die anderen arbeiten nur am Schnitt und an der Filmqualität.“

„In Deutschland oder auch hier? Sind Einheimische dabei?“

„Die würde ich dir sicher nicht verraten. Es sein denn, die hätten mich beschissen. Das haben sie aber bis jetzt noch nicht.“

„Danke, meine liebe Sibyla. Wir sehen uns.“

„Du hast doch nicht etwa noch zehn Minuten Zeit?“

„Willst du mir eine Zigarette ausgeben?“

„Gerne.“

Sibyla bemüht sich, eine Stellung einzunehmen, mit der sie ihre Oberschenkel Innenseite zeigen kann. Toni beißt fast den Filter ab. Wunderschön. Und rasiert. Wenn das Monika sehen könnte. Toni hätte sofort den Saumogn (Aschenbecher) im Nacken. Toni hält stand. Des guten Kaffees wegen. Auch die Zigarette ist nicht zu verachten. Eine Kubanische.

Er fragt sich, woher Sibyla die kubanischen Zigaretten bezieht.

Das wunderschöne Stelldichein hat ein Ende. Toni muss jetzt wieder zur Tageskost. Monika hat schon drei Mal angerufen. Toni hat es leicht an der Vibration in der Hose gespürt. Er geht bis zum Motorrad, um mit ihr zu sprechen. Sibyla scheint trotzdem zu zuhören. Sie steht nackt am Fenster und winkt.

„Wir reden oben bei dir. Es gibt reichlich Neuigkeiten.“

„Bei mir auch. Du sollst Marco anrufen.“

Toni ruft Marco an.

„Henrich ist in Bozen bei uns. Wir haben ihn fest gesetzt und vernehmen ihn.“

„Sind seine Eltern auch da?“

„Nein. Aber Kamila, seine Schwester. Die sitzt auch bei uns.“

„Gibt es sonst noch Neuigkeiten?“

„Die habe ich alle zu Monika geschickt. Dafür brauchst du etwas Zeit. Es sind auch Erkenntnisse von Alois dabei. Du wirst staunen.“

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