Begraben im Weiher

„Die Stammgäste muss ich befragen.“

„Oh. Das hat auch für mich Folgen.“

„Ich bin nur ein privater Ermittler. Keine Sorge.“

„Also kommt Nichts in die Zeitung?“

„Das kann ich dir versprechen.“

„Dann werde ich mal die Rezeption benachrichtigen.“

„Ich muss aber noch etwas Anderes wissen. Auch Namen.“

„Und die lauten?“

„Emil, Ilona, Henrich, Kamila.“

„Das haben wir relativ schnell. Du kannst direkt warten. Willst du einen Kaffee?“

„Gerne.“

Toni möchte wissen, ob die Nachbarfamilie von Ema bei uns in Südtirol war. Sicher hätten die Frauen die Familie erkannt. Meist haben die Putzkräfte aber keinen Kontakt mit den Gästen. Und wenn, dann eher während der Hausreinigung oder bei sonstigen Kontakten. Das will Toni erfahren.

Marco hat inzwischen erfahren, als was die Nachbarn arbeiten. Sie sind Markthändler und produzieren kleine Souvenire.

Kaum hat Toni den Kaffee am Mund, kommt Paul wieder.

„Die waren bei uns. Vor Kurzem.“

„Danke.“

Paul gibt Toni den Ausdruck. Toni fotografiert ihn und schickt das Bild sofort zu Monika.

„Wie sieht es mit dem familiären Besuch Ihrer Beschäftigten aus?“

„Davon können wir sicher auch einen Ausdruck anfertigen.“

„Den kannst du bitte direkt zu Monika schicken. Ich bitte dich, den selbst anzufertigen.“

„Das mach ich dir gern. Unsere Familie möchte zu gern den Täter verhaftet wissen, der Iva auf dem Gewissen hat.“

Paul gibt Toni Rippelen mit. Fast vier Kilo.

„Hat sich mein Appetit schon herum gesprochen?“

„Das ist bereits Ortsgespräch.“

Beide lachen und verabschieden sich.

Toni muss jetzt noch in die Töll. Zur Schleuse.

Kaum betritt er das Restaurant, wird er von einer Rauchwolke empfangen. Am Tisch sitzen ein paar Männer, die Karten spielen. Hinter den Tresen steht Christoph, der Wirt. Er ist etwas angetrunken. Sein Sohn, Markus begrüßt Toni. Er kennt Toni gut. Er ist auch Motorradfahrer. Sie sind gelegentlich ein paar Runden zusammen gefahren.

„Was verschlägt dich zu uns?“

„Der Mord an Iva.“

„Die kannte ich gut. Mir tut das sehr Leid. Sie haben bei uns gelegentlich geputzt. Wie geht es Ema?“

„Die wird in der kommenden Zeit erst mal nicht zum Putzen kommen. Ihr werdet euch andere Kräfte suchen müssen.“

„Danke für den Hinweis.“

„Deine Mama und deine Schwester sind nicht da?“

„Du weißt doch, die arbeiten abends.“

„Alles klar. Waren nur Ema und Iva bei euch putzen oder auch deren Kolleginnen?“

„Nein. Nur die Zwei.“

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