Begraben im Weiher

Schon im Foyer wird Toni von Rainer erwartet. Sie gehen zusammen ins Stübele. Toni möchte eigentlich nur wissen, wann Ema und Iva bei ihm gedient haben. Gleichzeitig fragt er aber auch Rainer, ob zufällig die anderen Kolleginnen bei ihm gearbeitet haben.

Rainer gibt ihm zu verstehen, er wünsche keine große Geschichte oder gar Schlagzeilen. Immerhin hängt die Existenz des Hauses und der Familie daran.

„Ich kann dir Ausdrucke unserer Lohnmeldungen machen lassen.“

„Wie sieht es mit der anderen Beschäftigung aus?“

„Die Mädchen haben oft gesagt, sie bekämen von Familienangehörigen geholfen. Ich hatte nach der Prüfung der Ergebnisse nichts dagegen.“

„Du hast sie also als Familienunternehmen im Familienunternehmen beschäftigt?“

„Das ist eine gute Beschreibung, Toni.“

„Du bist demnach nicht im Bilde, wer bei dir gearbeitet hat?“

„Nein. Frage bitte mal Magda; die Gouvernante.“

„Schick mir die mal bitte hier her.“

„Möchtest du noch Etwas zu trinken?“

„Wenn es Recht ist, einen Kaffee für mich. Was gibt es heute bei dir zum Personalessen?“

„Rippelen.“

„Meinst du Südtiroler Rippelen oder die Knochen aus Deutschland?“

„Richtige. Unsere.“

„Würdest du mir eine Portion geben?“

„Spendieren meinst du?“

„Bei einer Spende dürfen es auch zwei Portionen Rippelen sein.“

„Gut. Das bekommst du. Versprich mir aber, den Mord aufzuklären.“

„Ich hab Hunger. Versprochen.“

Zwischenzeitlich kommt Magda. Magda ist etwas schneller als die Rippelen. Rainer sieht das und bremst die Auslieferung des Essens. Der Kaffee kommt. Magda würde auch gern Einen trinken. Ihr Kaffee kommt unverzüglich. Toni will nur wissen, ob die ganze Familie von Ema und Iva im Wanderhut gearbeitet hat. Magda hat das mit einem Nicken bestätigt.

„Die Löhne haben wir immer Ema überwiesen. Die Lohnzettel waren auch auf sie ausgestellt.“

„Kennst du die anderen Familienmitglieder persönlich?“

„Ja. Iva und Ema waren sich sehr ähnlich. Ich dachte immer, sie seien Zwillinge. Die Zwei haben sehr gut gearbeitet. Ihre Zimmer waren immer sehr gut geputzt und gerichtet.“

Toni winkt. Die Rippelen können kommen. Er bedankt sich bei Magda.

„Wenn ich noch Fragen habe, melde ich mich bei dir. Geb mir bitte deine Telefonnummer.“

Magda weiß die Nummer nicht mal aus dem Kopf. Sie legt Toni das Handy hin.

„Die Karte und Nummer habe ich erst neu.“

Magda bleibt noch etwas bei Toni. Sie unterhalten sich noch etwas, während Toni isst und Magda den Kaffee trinkt. Die Pause täte ihr gut, hat sie gesagt.

Rainer kontrolliert immer, ob die Zwei sich noch unterhalten.

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